Blog 1-Hasenwald vs. Keis: Hausaufgabe 1

Das Rollenspiel „Hasenwald vs. Kies“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich am Anfang sehr nervös war. Es war das erste Mal, dass ich die Rolle als Mediator übernommen habe, was mich unsicher gemacht hat. Zusätzlich hat mich nervös gemacht, dass unsere Dozentin uns beobachtet hat. Ich hatte das Gefühl, unter Druck zu stehen und alles möglichst richtig machen zu müssen.

Die Rolle als Mediator hat teilweise gut zu mir gepasst, da ich grundsätzlich gerne zuhöre und versuche, zwischen verschiedenen Meinungen zu vermitteln. Gleichzeitig war sie aber auch herausfordernd, weil ich wenig Erfahrung habe und unsicher war, wie aktiv ich eingreifen soll. Ich möchte auch erwähnen, dass ich in einem kurzen Moment gedacht habe, dass diese Rolle nicht für mich ist und ich sie nicht ausführen kann. Am Schluss habe ich jedoch gemerkt, dass genau das etwas ist, was ich lernen möchte.

In meiner Rolle habe ich gelernt, dass es nicht meine Aufgabe ist, eine Lösung vorzugeben, sondern die Beteiligten dabei zu unterstützen, selbst miteinander zu sprechen und eine eigene Lösung zu finden. Das fiel mir nicht immer leicht, da ich manchmal das Bedürfnis hatte, den Prozess stärker zu lenken. Trotzdem denke ich, dass ich gut gemacht habe, ruhig zu bleiben und beiden Seiten Raum zu geben.

Auch meine Kolleginnen haben ihre Rollen überzeugend umgesetzt, indem sie ihre Positionen klar, strukturiert und teilweise auch emotional vertreten haben. Dadurch wurde der Konflikt sehr realistisch und lebendig. Ich hatte den Eindruck, dass beide Seiten ihre Interessen deutlich gemacht haben und aktiv am Gespräch teilgenommen haben. Der Beobachter hat seine Rolle ebenfalls sehr gut erfüllt. Besonders positiv fand ich, dass er aufmerksam war und am Ende ein differenziertes und konstruktives Feedback gegeben hat, das mir geholfen hat, mein eigenes Verhalten besser zu reflektieren.

Ein wichtiges Aha-Erlebnis für mich war, dass gute Mediation vor allem bedeutet, den Prozess zu begleiten und nicht die Lösung zu bestimmen. In Zukunft möchte ich bewusster aktiv zuhören, gezielte Fragen stellen und mehr Geduld zeigen. Zusätzlich habe ich gemerkt, dass ich die vier Phasen der Mediation noch besser lernen und sicherer anwenden muss, damit ich den Ablauf strukturierter begleiten kann. und mehr Geduld zeigen.

Comments

  1. Ich fand es stark, wie reflektiert du deine Unsicherheit in der Mediatorenrolle beschreibst. Besonders dein Aha-Erlebnis zur Rolle des Mediators kann ich gut nachvollziehen. Deine Ruhe im Gespräch ist mir ebenfalls positiv aufgefallen. Das motiviert, selbst mehr Geduld und Struktur in Konflikten einzubringen.

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  2. Lieber Tarek, vielen Dank für deinen Blogbeitrag. Ich finde es super, dass du dich getraut hast, die Rolle als Mediator zu übernehmen. Es freut mich zu lesen, dass du dich in diesem Bereich weiterentwickeln möchtest. Diese Rolle passt gut zu dir und ich bin mir sicher, dass du eine tolle Entwicklung machen wirst. Das gibt mir den Anstoss, mich ebenfalls mehr zu trauen.

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  3. Lieber Tarek, danke für diesen super ehrlichen Beitrag zu deinem ersten Erlebnis als Mediator. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast, es wäre mir ähnlich ergangen. Trotzdem ist es super, genau den Schluss zu ziehen, dass eben nicht einfach alles gleich klappt, man darf auch etwas lernen und muss nicht immer so streng mit sich sein.

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  4. Lieber Tarek, vielen Dank für Deine Offenheit. Ich habe ja gemerkt, dass ich Dich gestresst habe.....vor allem weil ich dann gleich eingegriffen habe. Das tut mir leid. Schön finde ich, dass Du Dich so darauf eingelassen hast und so wirklich einen tollen Lerneffekt hast. Darum für mich perfekt! Vielen Danke!
    Liebe Grüsse
    Petra

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