Blog 6: Reflexion Rollenspiel Veloweg

Mein grösstes Aha-Erlebnis während des Rollenspiels war die Erkenntnis, dass es bei Konflikten oft nicht nur um das eigentliche Thema geht. Am Anfang dachte ich, dass der Streit hauptsächlich um den Veloweg und die Beleuchtung geht. Während des Gesprächs merkte ich aber, dass sich der Vertreter von Hasental schon länger von der Stadt benachteiligt fühlte. Dadurch verstand ich, dass hinter vielen Konflikten auch Emotionen und persönliche Wahrnehmungen stehen.

Als Mediator fand ich es wichtig, beiden Parteien genügend Zeit zum Sprechen zu geben. Ich versuchte, neutral zu bleiben und keine Seite zu bevorzugen. Das war nicht immer einfach, da beide Parteien von ihrer Position überzeugt waren. Mir gelang dies, indem ich aktiv zuhörte, Verständnisfragen stellte und die Aussagen der Parteien zusammenfasste. Dadurch konnten beide Seiten ihre Anliegen besser erklären.

Für zukünftige Konfliktgespräche würde ich mich noch genauer vorbereiten. Ich würde mir bereits vor dem Gespräch überlegen, welche Interessen hinter den Positionen stehen könnten und wie ich die Gesprächsregeln klar kommuniziere. Aus dem Unterricht habe ich gelernt, dass eine gute Vorbereitung oft entscheidend für den Verlauf einer Mediation ist.

Eine Konfliktsituation, die ich selbst erlebt habe, war eine Gruppenarbeit an der ZHAW. Einige Mitglieder hatten das Gefühl, mehr Arbeit zu leisten als andere. Würde ich dazu eine Mediation durchführen, würde ich zuerst die Interessen aller Beteiligten sammeln. Mein Interesse wäre eine faire Zusammenarbeit und ein gutes Ergebnis. Die Interessen der anderen könnten Anerkennung, Fairness und eine bessere Kommunikation sein.

Das Rollenspiel hat mir gezeigt, dass Mediation vor allem bedeutet, zuzuhören, Verständnis zu schaffen und die Interessen hinter den Positionen zu erkennen.

Comments

  1. Ich finde, du hast den Beteiligten sehr viel Raum gegeben, ihre Sichtweise darzulegen und sich verstanden zu fühlen. Dadurch entstand eine offene Gesprächsatmosphäre, in der die Parteien ihre Anliegen ausführlich erklären konnten. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut du die eigentlichen Konfliktthemen erkannt hast. Du hast gezielt nachgefragt und bist den relevanten Punkten auf den Grund gegangen, anstatt nur die offensichtlichen Positionen zu diskutieren. Dieses Vorgehen hat mir gezeigt, wie wichtig aktives Zuhören und gezielte Fragen in einer Mediation sind.

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  2. Mir hat besonders gefallen, dass du erkannt hast, dass hinter dem eigentlichen Sachthema oft noch andere Bedürfnisse und Emotionen stehen. Das war für mich ebenfalls eine wichtige Erkenntnis aus dem Rollenspiel. Als Mediator hast du durch aktives Zuhören und das Zusammenfassen der Aussagen eine ruhige Gesprächsatmosphäre geschaffen. Dieses Vorgehen nehme ich als wertvolles Learning für zukünftige Konfliktgespräche mit.

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  3. Lieber Tarek, vielen Dank für Deinen blog. Schön, dass Du hier auch die Interessen herausarbeiten konntest und nicht nur bei den Themen bliebst. Das ist ja wirklich meistens so, dass es etwas dauert, bis es zum KOnflikt kommt und dann eben mehrere Dinge zusammenkommen oder noch dahinterliegen. Schön, ist Dir das gelungen!
    Liebe Grüsse
    Petra

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